Bewegungsinstitut

INSTITUT FÜR BEWEGUNGSDIAGNOSTIK

 

Das Institut für Bewegungsdiagnostik – München führt Bewegungs- und Funktions- analysen durch für Patienten aller Altersgruppen, sowohl  für Spitzensportler, als auch für Freizeitsportler.

Im Mittelpunkt steht die Diagnostik der dynamischen Funktionen des menschlichen Bewegungsapparates. Auf Basis moderner Messtechnik und wissenschaftlich fundierter Methoden können durch diese innovative Diagnostik Risikofaktoren und Ursachen funktioneller Defizite besser erkannt und therapiert werden.

 

DIAGNOSTIK

 

Digitale Aufnahmetechnik

 

Fußdruckmessung

3D Fußdruckmessung

Dies ist die elektronische Messung der Druckverteilung unter den Füßen im Stehen und in Bewegung / Dynamik.
Hiermit werden punktgenau Überbelastungen des Fußes lokalisiert und in der Zusammenschau mit dem Gangbild bewertet.

Dieses Verfahren setzen wir auch zur Therapiekontrolle, z.B. zur Überprüfung der Qualität der orthopädieschuhtechnischen Versorgung ein.

 

Fußscanner

Das digitale Bild des belasteten Fußes ermöglicht die Therapiekontrolle bzw. die Dokumention über den Verlauf der Fußentwicklung insbesondere bei Kindern.

 

 

Instrumentierte Ganganalyse

Videotechnische Auswertung des individuellen Gangbildes unter Zuhilfenahme professioneller Software auf der Gehstrecke dient der Diagnostik und Therapiekontrolle.

 

3D-Wirbelsäulenvermessung

Die strahlenfreie dreidimensionale Darstellung der Rückenoberfläche erlaubt die Objektivierung der Haltung von Becken bis Kopf und damit auch eine reproduzierbare Quantifizierung von Normabweichungen.

 

Sonographie

Die Sonograhie ist das häufigste bildgebende und strahlenfreie Verfahren in der Medizin und wird zur Gelenkdiagnostik eingesetzt.

 

Muskelfunktionstest

 

Y-Balance-Test

Hierbei handelt es sich um einen funktionellen Test zur Überprüfung der Bewegungsfähigkeit eines Sportlers. Ober- und Unterköper sowie die rechte und linke Körperhälfte werden im Rahmen dieses Tests getrennt voneinander getestet, sodass die funktionellen Zusammenhänge unter Belastung erfasst werden können.

Der Test liefert objektiv messbare Ergebnisse über die Mobilität des Sportlers und dient als Basis für das anschließende Training. Darüber hinaus lassen sich Aussagen über das aktuelle Verletzungsrisiko des Sportlers treffen. Zudem kann der Test Vergleiche zu anderen Sportlern herstellen sowie Aussagen über den optimalen Zeitpunkt für die Rückkehr in das Training nach einer Sportverletzung treffen.

 

Gang- und Laufanalyse

Die videobasierte instrumentelle Analyse des Gang- und Laufbildes liefert wichtige Aufschlüsse über die Funktionalität des Bewegungsapparates – nicht nur für Läufer!

Wir nutzen dazu bei uns High-Speed Kameras und ein Laufband mit integrierter dynamischer Druckverteilungsmessung. Mit Hilfe der High-Speed-Videoaufnahmen können wir in den verschiedenen Phasen des Gangzyklus (also während den wiederkehrenden Schrittfolgen) detailliert die Körperhaltung überprüfen und wichtige Leistungs- und Verletzungsparamater, wie z.B. die Beinachsenstabilität während Gang- oder Laufbelastungen, bewerten. Zusätzlich können wir mit Hilfe der Druckverteilungsmessung die dynamische Wechselwirkung zwischen Fuß und Untergrund messbar machen und mögliche verletzungsfördernde Fehlstellungen identifizieren.

Auch bei Athleten_innen treten oftmals versteckte Schwächen, nicht ausgeheilte Verletzungen oder eingeschlichene Bewegungsmuster auf, die einen negativen Effekt auf die Leistungsfähigkeit des Bewegungsapparates haben. Durch die Analyse des Gehens und des Laufens können wir durch unsere Messungen Schwachstellen identifizieren und wissenschaftlich gestützte Therapie- bzw. Trainingsempfehlungen geben.

 

Sprunganalyse

Die Analyse der Sprungkraftfähigkeit mittels High-Speed-Video und Kraftmessplatte ist ein essentielles Diagnostik-Tool, vor allem für Sportarten, in der die Sprungkraft ein wichtiger Parameter für Leistung und Erfolg ist!

Wir testen drei standardisierte Sprungformen:

1. Sprung aus der ruhenden Hocke (Squat Jump)

2. Sprung mit Gegenbewegung (Countermovement Jump)

3. Reaktiver Sprung von einer Erhöhung herab startend (Drop Jump)

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Bei allen Sprungformen werden die Athleten_innen mit High-Speed-Kameras gefilmt und die dynamische Wechselwirkung zwischen Körper und Boden wird durch eine oder mehrere Kraftmessplatten aufgezeichnet. Eine Kraftmessplatte liefert uns schlussendlich eine Kraftkurve, die für die Bewertung der Sprung-Leistungsfähigkeit dient. Wir können dadurch Impuls-basiert die Sprunghöhe und dutzende weitere Parameter wie z.B. Kraftanstiegsrate, Beschleunigung und Absprunggeschwindigkeit berechnen. Zudem können wir Fehlbelastungen (wie, z.B. ein Einknicken des Kniegelenks nach innen während der Absprung- und Landebelastung) identifizieren und Trainingsempfehlung für eine optimale Belastung der Beinachse und Verbesserung der Sprungkraft ableiten.

Der Squat Jump z.B. liefert uns wichtige Daten über die Fähigkeit der Kraftentwicklung aus einer statischen Position ohne Gegenbewegung.

Die beim Countermovement Jump und Drop Jump erhobenen Daten geben uns Auskunft über die Sprungkraftfähigkeit nach einem sogenannten Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ). Der DVZ ist eine Muskelkontraktion, die direkt nach einer kurzen Vordehnung der arbeitenden Muskulatur erfolgt, und herrscht demnach bei Sprüngen mit Gegenbewegungen vor.

Generell können muskuläre Aktivitäten mit DVZ höhere Muskelkräfte hervorrufen als ohne DVZ. Beim Countermovement Jump beobachten wir einen „langsamen“ und beim Drop Jump einen „schnellen“ (also reaktiven) DVZ. Deshalb können wir beim Drop Jump auch auf die Reaktivkraftfähigkeit der Athleten_innen schließen, ein entscheidender Leistungsparameter in vielen dynamischen Sportarten!

Oberflächen EMG in der Diagnostik

Elektromyographie (EMG) bezeichnet die Analyse der Muskelaktivität. Eine Muskelkontraktion entsteht, wenn das zentrale Nervensystem (also Gehirn und Rückenmark) die Muskelfasern eines Muskels mit elektrischen Impulsen „befeuert“. Mit unseren EMG-Sensoren können wir die Gesamtheit der elektrischen Impulse, die einen Muskel befeuern messbar machen. Die EMG-Sensoren werden dazu über bestimmten Stellen über dem Muskelbauch auf die Haut geklebt. Wir können die Muskelaktivität zum einen bei komplexeren Funktionsanalysen wie Gang- und Laufanalysen messen und nachträglich im Detail analysieren.

 

Trainingstherapie

Die in Voruntersuchungen erhobenen Befunde wie z.B. Gang- und Laufbandanalysen (Kinematik und Kinetik) und EMG Diagnostik, aber auch umfassende Kraft- und Koordinationsanalysen sind Basis für unsere ganzheitliche Trainingstherapie.

Mit der neurophysiologischen Funktionstherapie verfolgen wir einen modernen Ansatz der Trainingstherapie, der nicht nur im Leistungs- und Freizeitsport seinen Stellenwert hat.  Zunehmend wird das EMG getriggerte Training bei verschiedenen orthopädischen Krankheitsbildern, insbesondere nach Verletzungen oder postoperativ eingesetzt, um verlernte Bewegungsmuster wieder zu erlernen.

Hierzu werden verschiedene Feedbackverfahren (EMG, Kraft, Video) eingesetzt, um eine bessere Integration und Umsetzung der muskulären Ansteuerung und Bewegung zu erreichen.

 

Oberflächen EMG BioFeedback-Training

Wir können die Muskelaktivität zum einen bei komplexeren Funktionsanalysen wie Gang- und Laufanalysen messen und nachträglich im Detail analysieren. Zum anderen können wir das EMG-Signal auch live darstellen und ein sogenanntes EMG-Biofeedback-Training durchführen. Hierbei trainiert der Patient oder Athlet bestimmte Muskeln oder Muskelgruppen während seine momentane Muskelaktivität auf einem Bildschirm visualisiert wird. Diese Methode erlaub ein sehr spezifisches Training und kann nachhaltig die Ansteuerung der Muskeln verbessern.